Das Spiel in Hamburg konnte nach langem Kampf gewonnen werden. Vor dem Ankick des Spiels, gab es eine Schweigeminute in Ehren an ein verstorbenes Mitglied des HRC. .

Bei typischen Hamburger Wetter (Hagel, Regen, Wind und dann wieder Sonne) spielte der RK auf dem tiefen Rasen im Stadtpark eine schwache erste Halbzeit. Verletzungsbedingt leicht umgestellt, startete der RK mit einer neuen 9 – 10 Kombination aus Oakden und Caramella. Durch eine Kontroverse Aktion konnten die Gastgeber in ihrem ersten Spiel des neuen Jahres durch ihren irischen Spielmacher Tom Barry mit 7:0 in Führung in Führung gehen. Zwar stand die Defensive recht gut, doch offensiv konnte der RK sich nur bis zur 5m herankämpfen. Dort kassierte man das ein und andere Mal einen Strafftritt gegen sich. So konnten die Hamburger durch viel Ballbesitz den Spielstand auch mit in die Halbzeit nehmen.

Im dritten Spiel des Jahres konnten die Jungs nach der Pause zulegen – anders als letzte Woche in Hannover. Ein starker Konter über mehrere Stationen, an dessen Ende Verbinder Andrew Oakden per Offload von Müller zum Versuch bedient wurde, sorgte für den Ausgleich. (7:7)

Es blieb aber eine äußerst kappe Partie. Durch eine Abstimmungsproblem in der Verteidigung, konnte Hamburg durch Außen Nils Kanngießer, der den besten Hamburger Spielzug des Nachmittags abschloss, wieder in Führung gehen 14:7. Doch postwendend war erneut Zehner Oakden, der mit seinem zweiten Versuch für Berlin punktete – nach verpasster Erhöhung lag der RK aber noch immer mit 14:12 hinten.

In dem Spiel was leider auch durch Verletzungen geprägt war, musste Physiotherapeut Björn leider viel zu oft aufs Feld kommen. Gute Besserung an die Verletzten Spieler Marvin, Willi, Max B. und Bene. Die eingewechselten Spieler füllten die Lücken aber stark auf.

In der Schlussphase hatte der RK aber den längeren Atem. Gedrängehalb Caramella wurde nach einer Interception regelwidrig zu Boden gebracht, was Hamburg eine temporäre Unterzahl einhandelte. Daraus folgte ein weiterer Straftritt, welche zu den Stangen gebracht wurde und dem RK die wichtige Führung einbrachte (14:15). Kurze Zeit später konnte Caramella nach viele guten Angriffen in einer Phase kurz vor dem Malfeld einen weiteren Versuch legen.

Steven Golman, konnte in Hamburg sein erstes Männerspiel absolvieren. Willkommen im Team! Er konnte in der Schlussphase durch ein Counterrug den Ball erobern und sicherte damit in der Schlussphase den Sieg für den RK.

Leider schrammte das Team mit drei Versuchen knapp am offensiven Bonuspunkt vorbei, dennoch konnten sich die Männer nach der deutlich stärkeren zweiten Halbzeit über den Sieg freuen. Ein großer Dank gilt auch dem Interimstrainer Christian, der an dem Tag nicht nur Maxi B. vertreten hat, sondern gleichzeitig die Rolle das Managers inne hatte.

„Absoluten Respekt an den HRC, so stark habe ich die Hamburger noch nie gesehen, aber auch wir können mit unserer Leistung schlussendlich zufrieden sein“, so das Fazit von RK-Kapitän Sacksofsky.

Der RK spielt in zwei Wochen daheim im Derby gegen den Lokalrivalen BRC um Punkte in der Liga und den Titel King of Berlin. An diesem Wochenende wird in der Buschallee einiges los sein. Neben dem 1. Bundesligaspiel, werden die Frauen das Qualifikationsturnier für die Deutsche Meisterschaft ausrichten und sich hoffentlich einen Platz für eben die Meisterschaft sichern. Die genauen Zeiten stehen noch nicht final fest. Am Sonntag wird dann der 2. Spieltag des Qualifikationsturnier stattfinden. Dort werden die Finalspiele der Frauen zu sehen sein. Des weiteren wird sich die 2. Männermannschaft zum Auswärtsderby in die Jungfernheide machen. Dort treffen sie auf die Spielgemeinschaft Siemensstadt/BRC III und spielen den Titel Prince of Berlin aus.

von Martin Tormann