An die Arbeit – KANTERNSIEG der SG Potsdam/RU gegen RK03 II

Es gibt Spiele, über die man gerne berichtet und welche, über die man die Berichte vergessen möchte. In die Rugby Spielphase nach langer Pause startete die zweite Mannschaft des RK 03 mit einem Spiel der zweiten Kategorie. Gegen die mit vollem Kader angereiste SG Potsdam/RU II hatte die Heimmannschaft wenig auszurichten und musste sich mit 0:88 geschlagen geben.

Die ersten Aktionen des Spiels ließen die Zuschauenden noch hoffen. Durch einen Ballgewinn direkt nach Ankick hatte der RK den ersten vielversprechenden Standard der Partie, einen Einwurf nahe der gegnerischen 5-Meter Linie. Der Einwurf ging verloren. Danach starteten die Potsdamer eine Serie: in der 10. Minute gelang ihnen der erste Versuch. Es folgten Versuche in der 22., eine gelbe Karte für den RK, sowie Versuche in der 24., der 30. und der 34. Minute. Immer wieder gelang es Potsdamern, mit einzelnen guten Aktionen Meter zu machen und die Verteidigungslinie hinter sich zu lassen. Dabei gab es durchaus auch Unsicherheiten bei den Gästen – der RK konnte sie nur leider nicht nutzen. 

Zur Halbzeit lag der RK 0:38 zurück. Den Kampfgeist kann man den Berlinern allerdings nicht absprechen. Mit allem was aufzubieten war, versuchte die Heimmannschaft, die fast ausschließlich stürmenden Gäste aufzuhalten. Leider wurde der Widerstand eher in Straftritte und Karten umgemünzt, nicht in die ersehnten ersten Punkte. Durch zwei Verletzungen stand Trainer Rodolfo Antonini Mitte der zweiten Halbzeit ohne weitere Optionen am Spielfeldrand.  Während die Jungs aus Potsdam weiter Versuche legen konnten ernteten die Berliner noch zwei gelbe und zum Ende des Spiels eine rote Karte. Zumindest die letzte Szene des Spiels kann vielleicht hoffen lassen: Die Aktion vor dem Abpfiff war trotz des Rückstands ein Angriff des RK.

Kapitän Eric, der in der zweiten Hälfte verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste, fand nach dem Spiel die richtigen Worte. Die SG hatte der Heimmannschaft aufgezeigt, woran man noch zu arbeiten habe. Wohl wahr. An die Arbeit!

Trotz allem gibt es vielen Menschen, denen wir an diesem Sonntag danken wollen. Den jungen Spielern und den Oldboys, die uns spontan unterstützten, trotz allem der ganzen Mannschaft, die dieses Spiel als ein Team absolvierte (und vielleicht sind es grade diese Spiele, in denen sich zeigt ob eine Mannschaft gemeinsam bereit ist etwas auszuhalten), Melli unserer Physio, Sophie für ihre Unterstützung um alles Organisatorische, allen Mitgliedern, die an Grill und Ausschank arbeiteten und allen, die uns zusehen kamen. Danke euch! Nächstes Mal wird’s besser.

Achim