RK03 verteidigt den Platz an der Tabellenspitze

Es war das Spitzenspiel der frisch gebackenen Bundesliga Nordost: Der Rugby Club Leipzig gastierte beim Rugby Klub 03 Berlin.

Lest hier den Bericht zum Spiel aus Sicht von Interimsmanager Gwin Machona und Präsident Ingo Goessgen.

Der RK03 gegen Leipzig, das sind traditionell nicht die schönsten aber immer spannende Spiele. So auch an diesem zweiten Spieltag der neu ins Leben gerufenen „Berlin Liga“, in der neben den drei Berliner Bundesliga Teams auch der RC Leipzig spielt. Das Ergebnis von 10:03 Punkten für den RK 03 sagt schon einiges über das Spiel an diesem 3. Oktober: ausgeglichen, hart umkämpft, schwierig zu pfeifen.

Trotz bestem Rugbywetter bei 20 Grad und Sonnenschein wollte bei keiner der beiden Mannschaften ein geordnetes Angriffsspiel aufkommen. Beide Seiten verloren immer wieder die Bälle in den Kontaktpunkten oder verursachten unnötige Straftritte. Nach einer Reihe von Regelverstößen auf Seiten der Leipziger sah sich Schiedsrichter Martin Pentenaïs letztlich in der 34. Spielminute gezwungen die Nummer 12 vom RC Leipzig für 10 Minuten vom Platz zu schicken. Aber auch die Unterzahl durch die gelbe Karte konnte der RK nicht für Punkte nutzen, obwohl man der Malfeldlinie mehrfach verdächtig nah kam. Nach einer undurchsichtigen Situation vor dem Malfeld der Leipziger konnten diese sich durch einen langen Kick befreien. Plötzlich sah sich der RK in der eigenen Hälfte unter Druck und verursachte einen weiteren Straftritt. Diesen verwandelte der RC Leipzig eiskalt, sodass es in der 40. Minute 0:3 stand.

Doch die Mannschaft vom RK bewies Kampfgeist und Willen und schlug unmittelbar zurück. Nach einem Gedränge und einiger Verwirrung war es – in typischer Manier – Christian Lill, der den Ball zum Versuch ablegen konnte. Maxi Kaiser verwandelte die folgende Erhöhung und so konnte der RK mit einer 7:3 Führung in die Pause gehen. In der Halbzeit waren sich beim RK alle einig: jetzt muss es weiter gehen, die Fehler müssen eingestellt werden, die offenen Gedränge müssen sauberer werden und die Standards müssen besser funktionieren. So ganz konnte die Mannschaft um Trainer Maximiliano Bonanno das Vorhaben aber nicht in die Tat umsetzen. Immer wieder machten die Leipziger dem RK und dem Schiedsrichter das Leben an den Kontaktpunkten schwer. Eine weitere gelbe Karte auf Seiten der Leipziger folgte. Eigentlich schien damit die Partie zu Gunsten der Gastgeber entschieden zu sein. Doch auch diese kurzzeitige doppelte Unterzahl konnten die Schwarz- Gelben nicht in Punkte umwandeln. Zu sehr verzettelte man sich in unsauberen Aktionen und die Angriffsmaschinerie, wie noch vor zwei Wochen gegen die Grizzlies, wollte einfach nicht ins Rollen kommen. Also musste es Maxi Kaiser noch einmal vom Kickhütchen richten: In der 65. Minute verwandelte er einen weiteren Straftritt. 10:03. Aber auch danach kehrte keine Ruhe ein, eher im Gegenteil. Leipzig wehrte sich mit allen Mitteln gegen die Niederlage und machte Druck. Doch die Verteidigung des RK03 hielt stand und so pfiff Martin Pentenaïs das Spiel nach der 80. Spielminute ab. Auf Leipziger Seite war wohl – verständlicher Weise – viel Frust über den Endstand von 10:3 dabei, der sich dann – in unverständlicher Weise – nach dem Spiel entlud. Beim Sportsgruß waren sich dann aber alle einig: es war hart, es war ausgeglichen und beide Seiten hätten den Zuschauern gern ein attraktiveres Rugbyspiel geboten. Auf Seiten des RK konnte man aber schnell die positiven Seiten sehen: gekämpft, gewonnen und keinen Gegenversuch kassiert. Darauf lässt sich doch aufbauen.

Ein herzliches Dankeschön gilt der allerersten Reihe des RK03, die durch ein ausgeklügeltes, aufwendiges Hygienekonzept einmal mehr ein Spiel unter Zuschauern ermöglichte. Vielen Dank! Auch Björn, der Stammphysiotherapeutin Christin während der Kennlernzeit des jüngsten RK03- Mitglieds (an dieser Stelle von der ganzen Mannschaft die besten Glückwünsche) vertritt, zeigte fügte sich wie immer einwandfrei in die Mannschaft ein und sorgte für die notwendige Betreuung unserer Spieler. 

Nun richtet sich der Blick auf das übernächste Wochenende. Im großen Auswärts-Derby gegen den Berliner RC will man dann den dritten Sieg im dritten Spiel einfahren. Sei dabei, RK03!

Gwin Machona

Am „Tag der deutschen Einheit“ trafen im Stadion Buschallee die beiden Konkurrenten in der Bundesliga Nordost, der Rugby Klub 03 Berlin und das Team vom RC Leipzig, aufeinander. Die Schwarz-Gelben hatten da noch sehr unangenehme Erinnerungen an die letzte Begegnung in Leipzig. Da hatte man im letzten angesetzten Spiel des Jahres mit 45:31 die Heimreise antreten müssen. 

Bevor der Referee Martin Pentenaïs und die Linienrichter Patrick und Katarina Handl die Partie anpfiffen, wurde die Nationalhymne abgespielt.

Es ging los. Es trafen hier zwei Teams aufeinander, die sich in den ersten zwanzig Minuten neutralisierten. Allerdings mit leichten Vorteilen für die Heimmannschaft. Das Leipziger Spiel wirkte etwas destruktiv. Es gab etliche Regelverstöße der Gäste die der Ref schließlich mit zwei gelben Karten für die Leipziger bestrafte. Die Gäste mussten also zum Ende der ersten und zum Anfang der zweiten Halbzeit mit zwei Mann Unterzahl spielen. Der RC Leipzig konnte zu diesem Zeitpunkt sogar mit einem Staftritt in der 40. Minute mit 3 Punkten in Führung gehen.  Aber die Berliner Antwort kam prompt. Unmittelbar danach konnte Christian Lill nach etlichen Gedrängen den Ball im Leipziger Malfeld ablegen. Maxi Kaiser erhöhte sicher und es ging mit einer Führung von 7:3 in die Halbzeitpause.

Das Reload in der Verteidigung des RK03, eine noch aggressiveres Angriffsverhalten und gelegentlich schlecht gespielte Pässe konnte man als Defizit bei den Schwarz- Gelben erkennen. Dies lag aber definitiv am destruktiven Spiel der Leipziger. Die Gäste haben eigentlich nichts dafür getan das Spiel zu gestalten und zu gewinnen.

In der 67 Minute konnte der RK03 in Person von Maxi Kaiser mit einem Straftrick das Ergebnis noch oben schrauben. 10:3 war dann auch der Endstand. Alles in Allem ein spannendes und packendes Spiel. Die 420 Zuschauer im Stadion Buschallee erlebten bei bestem Wetter einen sportlich erfolgreichen Tag der deutschen Einheit.

Ingo Goessgen

Aufstellung

01. Alexander Schmidt
02. Konstantin Müller- Rettstatt
03. Christopher Sacksofsky
04. Mark Frese
05. Lorenz Meßmer
06. Maximilian Mohaupt
07. Tarik Riedel
08. Falk Duwe
09. Christian Lill
10. Lucas Müller
11. Maximilian Kaiser
12. Luis Carvalho
13. Felix Burisch
14. Robin Knüpfer
15. Max Schoeneich

16. Benjamin Hötzel
17. Timo Boehlke
18. Benedict Aumann
19. Rheinardt Engelbrecht
20. Leon Karkanci
21. Willi Lottermoser
22. Ludwig Mai