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Bildungsspender

Interview: Ein Jahr beim Rugby Klub 03 Berlin

Interview: Ein Jahr beim Rugby Klub 03 Berlin

Mit dem Start in die Saison 19/20 geht für erste Herrenspieler Christopher “Chippy” Sacksofsky sein erstes Jahr im Hauptstadtklub zu Ende. Wir haben dem sympatischen erste Reihe Stürmer ein paar Fragen zu diesem Jahr bei uns gestellt- viel Spaß beim Lesen!
 

RK03:  Chippy, wie war dein Einstieg, bist du gut aufgenommen worden?

Chippy: Hallo, alles in allem bin ich extrem gut aufgenommen worden! Seit dem ersten Tag hier in Berlin bin ich von allen sehr herzlich aufgenommen worden, was mir den Einstieg in den Verein und das Team und natürlich auch den Umzug ins große Berlin sehr einfach gemacht hat. An dieser Stelle möchte ich mich nochmal bei allen bedanken, die mir vor allem in meinerAnfangszeit sehr geholfen haben Berlin zu meiner zweiten Heimat zu machen!

RK03: Was gefällt dir am RK besonders gut?

Chippy: Besonders gefällt mir die sehr familiäre Atmosphäre im Verein. Es ist ein großer Haufen verschiedener Leute, die sich wann immer es geht unter die Arme greifen. Auch sportlich gesehen kann ich mich mit der Vereinsphilosophie sehr gut identifizieren. Man versucht hier, durch gute Jugendarbeit dafür zu sorgen, dass sich die Bundesligamannschaft aus Eigengewächsen trägt. Das sorgt für große Identifikation der Spieler mit dem Verein und ist ein sehr nachhaltiges Konzept, wie ich es ja schon aus Handschuhsheim kannte.

RK03: Siehst du Ähnlichkeiten zu deinem Heimatverein TSV/ gibt es auch starke Unterschiede?

Chippy:Ich denke, dass der RK 03 und der TSV sich in vielen Aspekten sehr ähneln. Wie in der letzten Frage schon angesprochen liegt das sicherlich einerseits daran, dass auch der TSV seit Jahrzehnten für gute Jugendarbeit steht und sich die Philosophie der Vereine sehr ähnelt. Auch hier besteht der Kern der Bundesligamannschaft aus Jungs die schon seit Kindertagen zusammen auf dem Platz stehen und über die Jahre durch Höhen und Tiefen gegangen sind. Das ist für mich etwas ganz besonderes und macht meiner Meinung nach beide Vereine aus. 

Unterschiede gibt es sicherlich, aber ich denke das liegt unter anderem daran, dass „der Berliner“ einfach ein anderer Schlag Mensch ist als „der Handschuhsheimer“, was aber weder positiv noch negativ und sicherlich auch selbstverständlich ist, wenn man bedenkt dass Handschuhsheim ein kleiner Ort und Berlin eine riesige Stadt ist. Im Großen und Ganzen überwiegen aber die Gemeinsamkeiten, was dazu geführt hat, dass ich mich hier schnell heimisch gefühlt habe.

RK03: Seit ein paar Wochen übernimmst du sogar die Trainerrolle in der U16, wie kam es dazu?

Chippy: Das hat mehrere Gründe. Zum einen war ich seit 2012 im Jugendbereich beim TSV Handschuhsheim tätig, habe von der U12 bis zur U18 verschiedene Jahrgänge trainiert und über die Jahre dabei unglaublich viel erlebt und extrem viel gelernt. Ich hatte in Handschuhsheim mit Jan Ceselka einen sehr guten Lehrmeister, der mir viel beigebracht hat und mir die Wichtigkeit dieser Aufgabe für die zukünftige Entwicklung des Vereins aufgezeigt hat. Nach einer gewissen Zeit habe ich dann auch die U16 und später die U18 des Rugby-Verbandes Baden-Württemberg übernommen, war mit meinen Vereinsmannschaften mehrmals Deutscher Vize-Meister und bin in meinem letzten Turnier mit meiner U18 sogar Deutscher 7er Meister geworden. Zusätzlich bin ich mit einigen meiner eigenen ehemaligen Jugendtrainer heute sehr eng befreundet, stehe auch mit meinen Jugendspielern der letzten Jahre vom TSV in engem Kontakt und sehe auch ein wenig stolz zu, wie sie jetzt selbst Ihre ersten Schritte in der Bundesliga und sogar der Herrennationalmannschaft gehen. Ich habe das alles über das letzte Jahr ein wenig vermisst und daher war es für mich klar dass es nur eine Frage der Zeit sein würde, bis ich auch beim RK03 wieder „zur Pfeife“ greife. Gegen Ende der letzten Saison hat Christian Lill mich gefragt, ob ich mir einen Trainerposten beim RK03 vorstellen könnte und ich habe nicht lange gezögert.

RK03: Am Samstag (07.09.) startet im Stadion Buschallee die neue Bundesligasaison mit der Begegnung RK03 Berlin - RC Leipzig. Wie schätzt du die kommende Saison in der 1. Bundesliga ein?

Chippy: Ich denke, dass wir als Mannschaft über das letzte Jahr enorme Fortschritte gemacht haben. Als ich hier ankam war die Stimmung (was das Sportliche angeht) ein wenig gedrückt und ich denke der Mannschaft hat Selbstvertrauen gefehlt.  Nach den tollen Erfolgen in den Jahren zuvor, mit zwei Halbfinalteilnahmen, hatten viele Spieler die Schuhe an den Nagel gehängt, die Mannschaft konnte nicht mehr an die Erfolge der Vorjahre anknüpfen und das hat logischerweise bei vielen zur Frustration geführt. Dazu kam eine massive Verletzungsmisere in der Vorrunde letztes Jahr, was sich auch negativ auf die Tabelle ausgewirkt hat. In der langen Winterpause ging dann allerdings ein positiver Ruck durch die Mannschaft, was sich in der Rückrunde ausgezahlt hat. Wir haben den Schwung aus der tollen Rückrunde mit in die Vorbereitung genommen, haben das Training ein wenig umgestellt und die Trainingsbeteiligung ist sehr gut. Dazu kommt uns zu Gute, dass wir uns über zahlreiche Comebacks „ehemaliger“ Spieler und einige sehr gute Neuzugänge freuen durften. Die Mannschaft hat ein großes Potenzial und tolle Spieler in Ihren Reihen und obwohl das Niveau vieler Mannschaften in unserer Liga sich deutlich verbessert hat, sehe ich uns ganz klar als eine Mannschaft, dessen Ziel es sein muss das Halbfinale zu erreichen. Ob es dann am Ende reicht, bei der starken Konkurrenz vor allem aus Hannover und vom BRC hängt sicherlich von vielen Faktoren ab, aber wenn wir uns weiter so entwickeln wie im letzten Jahr, können wir dieses Jahr sehr weit kommen.

RK03: Der RK03 kann sich in dieser Saison über einige Neuzugänge freuen, was rätst du den Neuankömmlingen für einen guten Start beim RK03?

Chippy:Sich einfach auf den Verein einlassen. Am Anfang ist es sicherlich wichtig ein wenig die Füße still zu halten und sich versuchen so gut es geht einzubringen, sowohl auf als auch neben dem Platz. Es ist am Anfang immer schwer sich in ein festes Gefüge einzugliedern, aber die Menschen im Verein sind sehr herzlich und geben jedem die Chance sich auf seine Weise zu entfalten. Egal wer man ist, oder woher man kommt, man lernt nie aus und dieser Verein hat über die Jahre viele Strukturen gebildet, die es jedem ermöglichen sich zu entwickeln- man muss es einfach zulassen. Ich kann für mich sagen, dass ich in meinem ersten Jahr hier sehr viele Erfahrungen gewonnen und viel gelernt habe, wofür ich extrem dankbar bin. Daher, einfach ankommen mitmachen und schauen wohin es führt.

RK03: Vielen Dank für deine Zeit, Chippy! Wir sehen uns am Samstag in der Buschallee. 

 

Wer Christopher Sacksofsky und weitere Neuzugänge in Aktion erleben will, ist herzlich eingeladen am kommenden Samstag ab 12 Uhr im Stadion Buschallee den Saisonstart 2019/2020 live mitzuerleben. Sei dabei, RK03!

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Über uns

Wir sind der einzige Rugbyverein im Nordosten von Berlin und haben drei Männermannschaften, ein Frauenteam und verschiedenste Kinder- und Jugendmannschaften. Unsere Heimspiele tragen wir im Stadion Buschallee an der Hansastraße aus.

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